Mein einziger Wunsch

Genre: Realismus

 

Vorwort

 

Diese Geschichte entstand aufgrund eines Wettbewerbs, der das Thema »Wünsch dir was!« vorgeschrieben hatte. Es gibt sicherlich Hunderte und noch mehr Wünsche, die man beschreiben könnte, doch ich entschied mich für diesen einzigen hier.

Ebenfalls war es Vorgabe, dass diese Geschichte nur maximal 1500 Wörter umfasst, so dass es einer Kurzgeschichte entspricht. Für jemanden wie mich, der gerne länger schreibt und mehr beschreibt, war es schwierig sich so kurz zu halten. Dadurch konnte ich nicht alle Aspekte mit einfließen lassen, aber wenigstens die wichtigsten.

 

Weiter unten könnt ihr noch ein paar mehr Worte zu dieser Geschichte lesen und ihr habt eine Möglichkeit selbst einen Kommentar zu verfassen.

 

Das Kopieren bzw. Entwenden der Bilder wie auch Texte sind ohne ausdrückliche Erlaubnis von Alexia Drael nicht erlaubt.

 


Mein einziger Wunsch

 

Ein sonniger Tag war heute. Jeder genoss ihn, lief dank der warmen Temperaturen mit kurzen Sachen umher und hatte Spaß. Es war Wochenende, also warum nicht dieses schöne Wetter genießen? So denken viele, nur ich nicht. Statt nach draußen zu gehen, versteckte ich mich in meinem Zimmer. Ich ließ die Sonne nicht hinein, verschmähte und verfluchte sie.

Grufti, würdet ihr vielleicht denken. Ein Mensch, der die Sonne mied, der kann nicht normal sein. Stimmt auch. Ich bin nicht normal. Darf ich mich trotzdem vorstellen? Mein Name war Jayden, aber alle nannten mich nur Lupi. Lupi war die Verniedlichung von dem Wort Lupus. Ihr wisst, was Lupus heißt, oder?

Jetzt könnte man natürlich denken, dass das ein ziemlich cooler Spitzname war, aber ganz ehrlich: Ich hasste ihn und zwar wie die Pest! Oder nein, noch besser: Ich hasste ihn wie SLE! Was das war? Werde ich euch später sagen.

Um auf das schöne Wetter wieder zurückzukommen … Nein, ich ging nicht raus. Kein einziges Mal an jenem Wochenende, denn lieber blieb ich drin und zockte am Computer. Zwischendurch checkte ich Facebook und E-Mails und ein paar Leute fragten mich, ob ich mit raus kommen würde. Zum Strand, um baden zu gehen, das wäre doch cool. Ich lehnte jedes Mal ab. Einige waren deswegen pikiert und einige würde ich wegen dieser Absage nicht mehr wiederlesen/-sehen. Sie würden mich meiden. Die Anfragen, ob ich mit ausgehen wollte, ließen in den letzten Jahren nach.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich würde gerne baden gehen, ob nun in der Sonne oder im Meer. Ich würde auch gerne mit ins Kino gehen, einen drauf machen oder einfach nur mit meinen Freunden abhängen.

Manchmal konnte ich das, doch die meiste Zeit ging das nicht. Kurzzeitige Absagen meinerseits förderte nicht gerade die Freundschaft zu anderen. Irgendwann waren sie alle genervt, was mich wiederum selbst nervte.

 

Da ich erst 16 Jahre alt war, saß ich heute in der Schule. Das Wochenende war vorbei und meine Mitschüler tauschten sich angeregt über die Ereignisse aus. Ich hingegen lag halb auf meiner Bank, kurz davor wegzupennen.

»Mensch Lupi, pennst du schon wieder?« Es war nicht das erste Mal, dass ich mir solche Sprüche anhören durfte. Müde wie ich war – und es lag wirklich nicht am frühen Morgen – hob ich gequält meinen Kopf an. Ich versuchte wach zu bleiben, aber das war wirklich schwer. Ich konnte ehrlich gesagt nichts dafür. Wenn die Müdigkeit über mich kam, dann war es schwer sich dagegen zu wehren. Ich schlief einfach ein und das nicht nur in der Schule, sondern auch des Öfteren, wenn ich doch mal irgendwo mit hingegangen war. Wie oft hatte ich einen Film verschlafen oder eine Feier? Ich konnte es schon nicht mehr zählen.

Der Sportunterricht am nächsten Tag brachte mich halb um. Nicht wegen der Übungen, die wir machen sollten und für alle Schüler nichts Schweres waren. Ein bisschen laufen, ein bisschen springen, mal hier und dort an den Geräten turnen. Es war alles machbar. Nur nicht für mich. Nicht heute. Denn heute war es besonders schlimm. Gestern die Müdigkeit, heute der Schmerz. So war das bei mir. Meine Gelenke taten weh, dass ich mich gar nicht bewegen wollte und meine Lunge brannte wie Feuer nach dem Laufen.

»Jetzt stell dich nicht so an! Mein Opa hat Krebs und muss viel mehr leiden!«, sagte eine Mitschülerin zu mir und warf mir zusätzlich einen vorwurfsvollen Blick zu, weil ich in ihren Augen wieder so weinerlich wirkte. Ich ignorierte es. In solchen Momenten habe ich längst aufgegeben zu versuchen zu erklären, was mit mir nicht stimmte oder warum manche Dinge bei mir nicht so gut liefen, wie bei anderen.

Am Abend wurde es dann sogar noch schlimmer. Ich bekam einen Schub. So nannte man die hohe Krankheitsaktivität. Meine Schmerzen wurden stärker, ich lag nur noch im Bett und wollte mich nicht mehr bewegen. Wegen meiner Krankheit hatte ich auch solche Probleme mit der Sonne. Ich vertrug sie kaum. Wenn ich mir anhören musste, dass andere eine Sonnenallergie hatten und es nicht so schlimm war, wie ich sagte, oder dass ich mir doch einfach Sonnencreme auf den Körper schmieren sollte, dann wurde ich wütend. Wütend darüber, dass die anderen mir mit so wenig Verständnis gegenüber traten. Wütend darüber, dass ich überhaupt krank war. Ja, ich war verdammt wütend auf den Wolf. Aber genau diese Wut half mir dabei weiterzukämpfen. Ich würde nicht klein beigeben und mein Leben leben, so wie ich es konnte. Ich würde es genießen, auch wenn ich nicht immer rausgehen konnte.

Weil ich am nächsten Tag in der Schule fehlte, da ich kaum das Bett wegen der Schmerzen verlassen konnte, kam mich Susann besuchen. Susi war ein Mädchen aus meiner Klasse, die immer wieder fragte, wie es mir ging. Am Anfang hatte ich meistens nicht viel gesagt. Ich wollte nicht jammern und gab nur Standardantworten von mir. Irgendwann aber begriff ich, dass sie ernsthaft besorgt um mich war. Dass sie nicht wie die anderen war, die glaubten, meine Krankheit wäre nur eine Ausrede, weil ich keine Lust auf irgendwas hatte. Sie hatte begriffen, dass es viel ernster war und das ich mein Leben lang damit leben musste. Deswegen hatte ich mich ihr gegenüber auch geöffnet. Ich wollte ihr keine Sorgen bereiten und noch weniger wollte ich ihr Mitleid. Auch das hatte ich ihr begreiflich gemacht.

Heute war Susi für mich eine sehr gute Freundin, die aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken war. Sie kam mich besuchen, erzählte, was in der Schule los gewesen war und brachte mir auch die Aufzeichnungen mit. Sie behandelte mich wie jeden anderen, lachte oder meckerte und hörte einfach nur zu, wenn ich mich wieder über meine Krankheit auslassen wollte. Susi war meine beste Freundin. Eigentlich noch viel mehr, aber das traute ich mir nicht zu sagen. Ich hatte Angst, sie würde dann weglaufen. Das wollte ich nicht!

 

Zwei Tage später ging ich zum Arzt. Im Wartezimmer waren noch genügend freie Plätze. Eine ältere Frau meinte zu mir, ich könne mich hinsetzen, da ich nur dastand, anstatt mich zu setzen.

»Nein danke, ich stehe lieber. Sonst komme ich nicht mehr hoch.« Ein Satz zu viel, den ich da sagte. Die Frau sah mich abschätzig an.

»Du bist doch noch jung und fit!« In diesem Augenblick platzte mir der Kragen.

»Ja, und weil ich so jung und fit bin, gehe ich auch zum Arzt.« Ich war wütend über diese Vorurteile. Nur weil man jung war, durfte man nicht krank sein, oder was? Würde ich mich hinsetzen, würde ich wegen der Schmerzen ganz schön zu tun haben wieder aufzustehen. Aber was wusste die Frau schon? Nur weil man nicht krank aussah, bedeutete das nicht, dass man nicht krank war! Zum Glück wurde ich gerade aufgerufen.

Meine Krankheit nennt sich Systemischer Lupus erythematodes (SLE) und gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Ich wurde mit Medikamenten vollgestopft, damit die Krankheitssymptome eingeschränkt wurden, aber geheilt werden konnten sie nicht. Ich würde ewig Lupus haben, da es kein Heilmittel gab. Ewige Schmerzen und das Wissen darüber, dass mein eigener Körper gegen sich arbeitet und auch die Organe anfällt. Wenn ich Pech habe, würde eines Tages ein lebenswichtiges Organ ausfallen und wie es dann weiter ging, wollte ich mir nicht ausmalen.

Weil ich wusste, dass ich den Wolf nie wieder los wurde, wollte ich mein Leben genießen. Die Arztbesuche waren regelmäßig und nervig, aber auch ein Muss.

Als ich die Arztpraxis wieder verließ, kam gerade Susi um die Ecke gebogen. Sie schien sich zu freuen, mich zu sehen. Sie kam zu mir und lächelte mich an.

»Warst du gerade beim Arzt?«

»Mhm«, brummte ich nur als Antwort. Sie merkte, dass ich gerade nicht so gut drauf war. Die Bemerkung der Frau vorhin war blöd gewesen, aber die neue Offenbarung, dass meine Schilddrüse langsam den Geist aufgab, hatte mir auch noch mal zugesetzt. Es war schwer optimistisch zu sein, aber ich nahm mir vor spätestens morgen wieder zu lächeln. Heute musste ich erst mal die Neuigkeit verdauen.

Auf einmal spürte ich die Arme von Susi um mich. Ich hatte nicht gesagt, welche schlechte Neuigkeit ich gerade erfahren habe, aber sie schien instinktiv zu wissen, wie es mir ging. Um mich aufzuheitern, drückte sie mich einfach. Ich war unendlich dankbar, denn sie gab mir das Gefühl, das ich nicht allein war. Dass nicht nur meine Eltern für mich da waren, sondern auch andere. Sie machte erst das Leben so richtig lebenswert und als ich dann auch noch ihre Lippen auf meine Wange spürte, war es endgültig um mich geschehen.

 

Vor knapp einem Jahr hatte man bei mir die Krankheit diagnostiziert, aber ich besaß sie schon fast mein Leben lang. Da es so viele unterschiedliche Symptome gab, die auch andere Krankheiten hatten, war es schwierig den Wolf zu erkennen. Ich wünschte mir nicht, es gäbe sofort ein Heilmittel, damit ich gesund werden konnte. Den einzigen Wunsch, den ich besaß, war, dass ich solange leben durfte, wie nur möglich, damit ich diese wunderbare Zeit mit den Menschen verbringen durfte, die mir wichtig waren. So wie Susi.

 


 

Ein paar Worte zu dieser Kurzgeschichte. (Oder auch ein paar mehr … )

 

Ich habe sie nicht geschrieben, um beim Wettbewerb zu gewinnen. Auch habe ich sie nicht geschrieben, weil es irgendeine Mode ist, von der ich ehrlich gesagt noch nichts gehört habe, über schwere Krankheiten zu schreiben. (Anmerkung zu einem Vote-Teilnehmer)

 

Ich habe diese Geschichte geschrieben, weil ich einen persönlichen Bezug dazu habe. Nein, ich bin nicht an dieser unheilbaren Krankheit erkrankt. Ich leide nicht darunter und bin extrem dankbar dafür, dass ich ein gesunder Mensch bin und es mir gut geht. Denn ich wüsste ehrlich gesagt gar nicht, ob ich so einen schweren Schicksalsschlag verkraften könnte. Vermutlich würde ich jeglichen Optimismus verlieren und in meinem dunklen Kämmerchen versauern und das Leben verfluchen.

Also ja, ich bin froh darüber nicht zu den Betroffenen zu gehören!

 

Leider ist Lupus auch als Dr. House-Krankheit bekannt und leider haben die wenigsten nur eine wirkliche Ahnung davon, was es bedeutet unter dieser Krankheit zu leiden. :(

Deswegen habe ich diese Geschichte geschrieben. Um mal ein paar Aspekte davon zu präsentieren, zu erklären, darauf hinzuweisen. 1500 Wörter reichen nicht einmal im Ansatz aus, um wirklich alles darzustellen. Ich musste mich leider kurz fassen, aber gut. Ein paar Dinge konnte ich darstellen.

 

Anfang Sommer 2015 wurde ich von einer sehr liebenswerten Person über meine Website angeschrieben. Ich war erst ein wenig erstaunt darüber und wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte. Sie fragte mich, ob sie ein Bild von mir verwenden dürfe, der Wolf mit den Flügeln, weil er gar nicht so schlecht wäre. Er würde passen. Sie leidet an der Autoimmunerkrankung Lupus.

Was schreibt man, wenn man so eine Nachricht erhält? Wenn jemand einem mit seinem Schicksalsschlag konfrontiert? Ich war ziemlich aufgeregt, wusste weder ein noch aus. Will mich da jemand auf den Arm nehmen oder hat da wirklich eine Person mir geschrieben, die diese Krankheit hat? Man hört ja schon von sehr seltsamen E-Mails.

Ich entschloss mich dazu der Geschichte zu glauben und antwortete jener Person, dass ich mich dazu bereit erklären würde ihr direkt ein Bild zu erstellen. Denn das Bild, was sie ins Auge gefasst hatte, war nur ein Foto von einem Leinwandbild und das nicht unbedingt in guter Qualität. Das konnte ich so nicht stehen lassen, also bot ich meine Hilfe an. (Mittlerweile kann diese Person dieses Leinwandbild in ihrem Besitz schätzen, denn ein paar Monate später hab ich es ihr zu geschickt. :) )

 

Da ich sehr schnell darauf wieder eine Antwort bekam, war ich mir sicher, dass das alles kein Fake war und die weitere Konversation bestätigte das nur noch mehr. Ich lernte die Person näher kennen. Sie war so lieb und beantwortete mir jede Frage, die mir auf dem Herzen lag. Natürlich hatte ich schon von dieser unheilbaren Krankheit gehört! Aber trotz allem hat man als Nicht-Betroffener nur wenig Vorstellung davon, was sie eigentlich wirklich ausmacht. Also ließ ich mich aufklären, ließ mir auch erzählen, was für ein Bild ihr da so vor dem Auge schwebt. Ein Wolf mit Schmetterlingsflügel, das wäre doch was. Gut, sagte ich mir, das kann ich tun. Und ja, mittlerweile gibt es diesen Wolf und vielleicht hat der ein oder andere von euch ihn schon gesehen.

 

Fakt ist, dass ich durch Hermi eine Menge über diese Krankheit erfahren habe und weil ich ein extrem emotionaler Mensch bin, fühle ich mit ihr. Was mich persönlich aber an aller meisten beeindruckt hat, war dieser unglaubliche Optimismus von Hermi. Sie hat ihre Erkrankung akzeptiert und dabei ist sie gerade mal 20 Jahre. Jahre lang hat man die Ursache für ihr Leiden, ihre Beschwerden gesucht, bis sie die Ursache endlich diagnostiziert bekommen hat: Lupus (SLE). Das muss ganz schön schwer gewesen sein. Aber Hermi nimmt es tapfer hin. Sie kämpft, sie lässt sich nicht unterkriegen, sie geht positiv an ihre Krankheit heran und das aller wichtigste von allen ist: Sie hilft damit auch anderen Menschen! Sie hat eine eigene Website, die ich für sie extra noch überarbeitet habe, damit sie strukturiert und gut ausschaut. Sie besitzt auch bei Facebook eine Seite, wodurch sie mit anderen Betroffenen und Nicht-Betroffenen in Kontakt kommt. Sie organisiert Veranstaltungen und kämpft dafür, dass diese Krankheit bekannter wird. Dass Menschen ein Bewusstsein dafür entwickeln, was es bedeutet Lupus zu haben. Dass diese Krankheit unheilbar ist im Gegensatz zum Beispiel zu Krebs. Sicher, Krebs ist eine schlimme Krankheit, aber im Gegensatz zu Lupus können so manche Betroffene behaupten, sie haben den Krebs besiegt. Bei Lupus ist das leider (noch) nicht möglich. Also versucht Hermi auch auf die Spenden hinzuweisen, damit Forschungen weiter gefördert werden u.v.m.

 

Ja, Hermi ist eine Person, die mich schwer beeindruckt hat. Da ich nicht besonders reich bin, unterstütze ich sie eben in dem, was sie tut. Ich habe nicht nur ihr den Wolf kostenfrei erstellt, nicht nur ihre Website überarbeitet, sondern auch einen Flyer geschaffen. Ja, als Mediengestalter hat man da schon ein paar mehr Kenntnisse (und vor allem habe ich auch die nötigen Programme dazu), dadurch kann ich helfen und bin glücklich. Das ist eine tolle Sache, worauf ich stolz bin und wodurch ich Hermi wirklich helfen kann, die sich darüber freut. Ich bin ehrlich froh darüber, dass sie mich damals angeschrieben hat und das ich ihr auch darauf geantwortet habe, so dass alles ins Rollen gekommen ist.

Hermi ist für mich mittlerweile eine liebe Freundin, so lebensfroh und motiviert, trotz mancher Rückschläge, die sie hat. Es ist einfach nur erstaunlich.

Durch ihre Erzählungen, durch ihre Erfahrungen und durch das Erlebte, was sie mit mir geteilt hat, was sie mir erzählt hat … Dadurch konnte ich diese Kurzgeschichte schreiben. Dadurch konnte ich Aspekte mit einfließen lassen, die nicht einfach an den Haaren herbei gezogen sind, sondern eine fundierte Basis haben, die der Wahrheit entspricht.

 

Als ich diese Geschichte geschrieben habe, habe ich sie zu allererst Hermi gezeigt. Ich wollte von ihr wissen, ob ich es so halbwegs gut rüber bekommen habe oder ob ich was verändern muss, damit es besser wirkt bzw. richtig ist. Immerhin gehöre ich zu den Nicht-Betroffenen, wie also könnte ich so klar verdeutlichen, was diese Krankheit ausmacht? Ein Betroffener kann das viel besser.

Hermi war sehr gerührt davon, was mich wiederum sehr berührt hat. Ich habe mich tierisch darüber gefreut. Mir war wichtig, dass es ihr gefällt. Am tollsten fand ich sogar, als sie mir sagte, dass sie sich selbst darin wieder erkannte. Die Schulzeit, die sie hinter sich gebracht hatte, die vielen Freunde, die verloren gegangen sind, weil sie mit ihrer Krankheit nicht klar kamen, wodurch sie wenigstens erkannt hatte, wer ihre wahren Freunde sind. Selbst Verwandte und Bekannte haben sich abgewendet, was für mich persönlich eine echte Sauerei ist. Wie können sie nur? Aber nun gut, nicht jeder kommt damit klar.

 

So, jetzt habe ich wieder so viel geschrieben. Ich bin gerade auch ein wenig aufgewühlt, weil mir persönlich das auch sehr nahe geht. Eine Geschichte, die nieder geschrieben werden musste, zu einem Thema, was nicht besser hätte passen können. Daher mein Dank an diejenigen, die dieses Thema des Wettbewerbs festgelegt haben und mich dadurch dazu gebracht haben diese Kurzgeschichte zu schreiben. :)

 

Wer Interesse daran hat sich näher zu informieren, der kann das auf Hermis Website machen! Sie schreibt tolle Texte, auch vom alltäglichen Leben mit der Krankheit, ihre Gedanken und Gefühle und sie klärt natürlich auch sachlich auf. Das ist super, sie gibt sich so viel Mühe. Es wäre toll, wenn andere sie ebenfalls unterstützen würden, selbst wenn es nur ein kleiner Gästebucheintrag ist. Den Wolf mit den Schmetterlingsflügeln findet ihr ebenfalls auf der Website.

 

http://www.lupusdiary.de

 

Damit bedanke ich mich bei allen, die das hier gelesen habe. 

 

Lieben Gruß

Alexia Drael

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Bianca (Dienstag, 16 Februar 2016 07:46)

    Echt super geschrieben. ..